Von guten und schlechten Fotos

Ein gelungenes Foto ist das A und O für Ihre Kontaktanzeige. Nur zu verständlich, denn keine Singlebörse kommt ohne diese Funktion aus, und gerade in punkto Foto zeigen sich die enormen Vorteile des Online-Datings gegenüber herkömmlichen Kontaktanzeigen in Zeitschriften etc.: Man kann sich von seiner besten Seite zeigen! So haben Sie bei den meisten Singlebörsen die Möglichkeit, gleich mehrere Fotos von sich in Ihr Profil zu übernehmen. Ein XXL-Foto gehört mittlerweile auch schon zu den gerne genutzten Standards.


Aber der Reihe nach. Um ein gutes Foto zu machen, brauchen Sie eine möglichst hoch auflösende Digitalkamera, einen guten Hintergrund und ein wenig Geduld und Übung. Zunächst einmal gilt es, ein geeignetes Motiv auszuwählen. Sie werden sagen, „das Motiv, das bin doch ich“ und damit haben Sie Recht. Doch ist es sicherlich ein Unterschied, ob Sie sich morgens um drei nach einer durchzechten Nacht fotografieren lassen oder an einem entspannten Sonntagvormittag in einem Garten.
Achten Sie also darauf, dass Ihr Gesicht richtig zur Geltung kommt und Sie guter Laune oder zumindest ausgeruht sind. Der nächste Punkt ist die Kleidung. Bedenken Sie immer, dass es beim Kennenlernen eines anderen Singles weder um den Antrag auf einen neuen Personalausweis geht, noch um eine Bewerbung bei einer Versicherung. Deshalb: Geben Sie sich locker und machen Sie ein Foto in einer angenehmen Freizeitsituation. Und achten Sie darauf, dass die Situation zu Ihnen passt. Ein „Bücherwurm“ sollte sich nicht auf einem Sportplatz ablichten lassen und ein durchtrainierter Sportler nicht vor einem Bücherregal.
Darüber hinaus sollten Sie auf dem Foto lächeln und Ihr Gesicht natürlich in den Mittelpunkt der Aufnahme rücken. Dass nur Sie alleine auf das Foto gehören und nicht irgendwelche Freunde, Bekannte oder gar Ihre oder Ihr „Ex“ dürfte sich von selbst verstehen. Dieser Hinweis gilt im Übrigen auch für Autos, Motorräder etc.
Andere typische „Do-Nots“, die viele Singles leider immer noch verwenden, sind zum Beispiel Comicbildchen anstelle eines Fotos mit dem eigenen Gesicht. Doch möchte Ihr Gegenüber sicherlich eher mit Ihnen ausgehen als mit Micky, Donald oder Homer. Dasselbe gilt im Übrigen für künstlerische Mätzchen wie Collagen, Verfremdungen oder Spielereien mit einem Farbfilter.
Nacktfotos gehen natürlich erst recht nicht, es sei denn, es handelt sich um eine Seitensprung-Agentur oder eine Seite für Sexkontakte.

Wenn Sie nun eine schöne Aufnahme von sich gemacht haben, scheuen Sie sich nicht, diese erst einmal Ihren engsten Freunden zu zeigen. Denn vier bzw. sechs Augen sehen mehr als zwei. Und oft kommt es vor, dass man eigene Schwächen zunächst einmal nicht bemerkt.

Zuletzt noch ein paar Worte zur Nachbearbeitung der Bilder. Achten Sie in erster Linie darauf, dass die Bildgröße dem von der Singlebörse gewünschten Format entspricht. Im schlimmsten Fall wird Ihr mühevoll gemachtes Foto verzerrt dargestellt. Auch auf Schärfe, Kontrast und Helligkeit sollten Sie achten und diese Punkte notfalls nachbearbeiten. Ein weiterer Punkt ist die Farbwahl. Vermeiden Sie es zum Beispiel, sich mit einem grünen Pullover, einem gelben Schal vor einem roten Hintergrund fotografieren zu lassen, es sei denn, Sie wollen als Verkehrsampel Karriere machen.
Zuletzt ein Wort zur Dateigröße: Viele Nutzer haben noch einen langsamen Internetzugang. Versuchen Sie daher, Ihr Profilbild möglichst zu komprimieren, was meistens ohne Einbußen hinsichtlich der Qualität möglich sein wird.

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