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Singles Treffen bei singles Dinner
Markus (34) aus Hamburg

Als Kölner in Hamburg hat man es in dieser Stadt gar nicht so einfach. Die Leute sind eher verschlossen, flapsige Sprüche oder gar Anmachen kommen bei den vornehmen Hanseaten gar nicht gut an. Das heisst nach zwei Jahren in Hamburg konnte ich meine Bekannten aus Hamburg immernoch an einer Hand abzählen. Frauen waren überhaupt keine dabei - ein einziger Jammer.

Ein Arbeitskollege hat mir dann vom Dinner für Singles bei singledinners erzählt. Die Idee fand ich zunächst ziemlich blöde, mit wildfremden Menschen an einem Tisch sitzen und über nicht vorhandene Beziehungsprobleme plaudern. Als ich dann wieder mal Samstagsabends alleine in meinem Appartement sass, habe ich mich einfach doch zu einem Termin dort angemeldet.

Als es dann soweit war, war ich zunächst überrascht, das genausoviele Frauen wie Männer zugegen waren. Altersmäßig war
die Truppe auch dicht beiander, so alle zwischen 30 und 40. Es gab ein erstklassiges Menü, und ich hatte bei jedem Gang eine andere Tischpartnerin. Die Zeit bei den Gängen ist knapp bemessen und man kann nicht wirklich tiefgründige Themen in ca. 15 Minuten besprechen. Inhalte sind also quasi egal, allerdings kann man ja schon an der Art und Weise wie eine Frau sitzt, mit Messer und Gabel hantiert usw. viel erkennen.

Schön ist auch das man mit den Damen nicht einen ganzen Abend verbringen muss, sondern sich auch schon nach der Vorspeise verabschieden kann. Nach jedem Essensgang kann man sein Gefallen oder auch Nichtgefallen auf einem Zettel zum Ausdruck bringen. Wenn beide Seiten das Gegenüber nett fanden, gibt der Veranstalter am nächsten Tag die Kontaktdaten raus. Bei mir waren Vospeise und Hauptgang so lala. Reisebürokaufrau die von Katzen und Fernreisen berichtete bzw. Altenpflegerin die lieber als Aussteigerin in Indien wäre. Die Nachspeise war allerdings der Hammer. Medizinerin, auch neu in Hamburg die auch noch gerne segelt. Ich habe dann gar nicht mehr auf den atchingquatsch gewartet sondern direkt ihr meine Handynummer gegeben. Sie rief dann auch prompt 30 Minuten nach der Veranstaltung bei mir an, und wir haben den Abend dann in diversen Bars verbracht und die nächsten Wochen sehr intensiv verbracht. Das es keine Geschichte für den Rest des Lebens geworden ist, liegt wohl an mir. Dafür bin ich jetzt ab und an bei diversen Singles Treffen und Diners zugegen - eine echt lockere Art dem anderen Geschlecht etwas näher zu kommen.